Permanentes Angebot von Workshops für Kindergruppen und Schulklassen, können inhaltlich für Erwachsene angepasst werden.
Dauer und Kosten
Workshop 1,5 Stunden: 130.-*
Führung ca. 1 Stunde: 90.-*
*plus evtl. Museumseintritt (Kinder bis 16 Jahre gratis)
Informationen und Reservationen
032 328 70 33 (Tel Di – Do)
info@kulturvermittlung-biel.ch
Für Kindergarten bis 4. Klasse sowie für Heilpädagogische Schulen geeignet
Sauberes Wasser ist essentiell, um sich zu pflegen und gesund zu bleiben. Anhand römischer Objekte, die in der Ausstellung Biel und das Wasser zu sehen sind, erfahren wir mehr über die Hygienegewohnheiten unserer Vorfahren. Vor rund 2000 Jahren gewährleisteten sie auf raffinierte Weise den Zugang zu Wasser in ihren Siedlungen, die Seife war ihnen allerdings noch unbekannt. Die öffentlichen Bäder waren sehr beliebte Orte, an denen man sich auch behandeln lassen konnte. Im Workshop machen wir uns mit vier lokalen Heilpflanzen vertraut, um einen kleinen persönlichen Beutel mit beruhigenden und erfrischenden Düften herzustellen, den man überall hin mitnehmen kann!
Für alle Schulstufen ab dem Kindergarten sowie für Heilpädagogische Schulen geeignet
Wie sah das Leben der Kinder früher aus? Was spielten sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf dem Schulhof, zuhause oder draussen auf der Strasse? Beim Besuch der historischen Wohnung des NMB blicken wir zurück in die Vergangenheit und tauchen in den Alltag einer bürgerlichen Familie ein. Wir schauen uns verschiedene Ball-, Murmel- und Kugelspiele aus der Sammlung des Museums an, bevor wir selber mit bunten Glasmärmeli spielen. Wer trifft am besten? Um unsere Geduld und Geschicklichkeit noch mehr herauszufordern, basteln wir anschliessend ein kleines Chügelispiel in einem Glas.
Für alle Schulstufen ab dem Kindergarten sowie für Heilpädagogische Schulen geeignet
Die Künstler Léo-Paul, Philippe und Paul-André Robert haben ihr Leben dem Darstellen der Wunder der Natur gewidmet, die sie unendlich verehrten und respektierten. Dieser Schatz wird im Robert Labor gezeigt, einem Ausstellungsraum des NMB, wo rund 3'000 Aquarelle, Zeichnungen und Gemälde aus der Sammlung der Robert-Stiftung archiviert sind. Im RobLab werden die SchülerInnen Schubladen öffnen und ins Pflanzenreich mehrerer Gemälden unterschiedlicher Stile und Techniken eintauchen, um Verstecken zu spielen im Gras und Laub, zwischen Licht und Schatten, Himmel und Teich. Im Atelier lassen sie dann auf magische Weise ein Stück Natur auf Papier erscheinen und verzieren eine kleine Schachtel, um darin ihre eigenen Schätze aufzubewahren.
Für alle Schulstufen ab der 3. Klasse geeignet
Die Bieler Altstadt wurde auf einem steilen, schmalen Hügel – weit weg vom See – gebaut. Dort sicherte eineTrinkwasserquelle das Überleben der Menschen. Aber warum genau war diese so wertvoll? Von der Römerquelle bis zu den Brunnen und Gräben der Altstadt folgen die Schüler*innen diesem einmal sichtbaren, einmal unterirdischen Bach und tauchen dabei in das Leben der Stadt im Mittelalter ein. Unterwegs testen sie die Wasserqualität, lernen, wie ein Schaufelrad funktioniert und löschen sogar ein Feuer! Eine spielerische und erfrischende Reise zu den Ursprüngen von Biel.
Treffpunkt: Ring 10, Bieler Altstadt
Für alle Schulstufen ab der 4. Klasse geeignet
Die Stadt Biel wurde auf einem Kalkhügel errichtet, sie entwickelte sich einst aus einer römischen Quelle. Zu Beginn bestand sie nur aus einer Kirche und einer Reihe Häuser rund um das Herz des öffentlichen Lebens: den Ring. Während dieses Workshops suchen die SchülerInnen in Gruppen Indizien und lösen eine Serie von Rätseln. Sie vergleichen im Anschluss ihre Resultate, um dem Gesicht dieser Altstadt im Mittelalter und deren Alltag durch die verschiedenen Zeitepochen auf die Spur zu kommen. Der Workshop gipfelt in einem überraschenden Panoramablick.
Treffpunkt: Ring 10, Bieler Altstadt
Für alle Schulstufen ab der 5. Klasse geeignet
Seit 1950 ist Biel die einzige Schweizer Stadt, die offiziell zweisprachig ist. Ihre Geschichte verrät uns allerdings, dass die französische und die deutsche Sprache schon vor über 700 Jahren in Biel ansässig waren. In diesem Workshop werden wir in einem Brettspiel unsere eigene zweisprachige Stadt entwerfen. Welche Sprachen spricht man in den Schulen, in den Kinos oder den Geschäften? Wir stellen unsere Wahrnehmung der aktuellen Situation in Biel gegenüber, indem wir die Ausstellung Biel und der Röstigraben besuchen. So entdecken wir, wie Französisch, Deutsch, aber auch andere Sprachen die Bieler Identität prägen.
Für alle Schulstufen ab der 7. Klasse geeignet
Vom Bahnhof Biel aus bilden wir zwei Teams für einen Parcours, der uns über den Gaskessel und Brunnenplatz bis zum NMB Neues Museum Biel führt. Das Stadtzentrum verwandelt sich dabei in ein lebendiges Brettspiel, auf dem wir historisch oder architektonisch bedeutsame Gebäude entdecken. An jeder Station sammeln die Teams Punkte, indem sie Fragen zur Geschichte und Entwicklung der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert beantworten. Also frischt euer Wissen auf, schnappt euch euer Fernglas und los geht’s!
Treffpunkt: Bahnhofshalle Biel
Für alle Schulstufen ab der 8. Klasse
Vor der Kulisse der pittoresken Altstadt erkunden wir in kleinen Gruppen Spuren der Zweisprachigkeit in Biel. Einige richten den Blick auf Inschriften oder Strassenschilder, während andere lernen, die Gebäude zu erkennen, in denen die ersten Uhrmacherwerkstätten untergebracht waren. Danach erfahren wir gemeinsam, warum diese Uhrmacher-familien im 19. Jahrhundert der Ursprung der Zweisprachigkeit der Stadt sind. Doch wie viele Sprachen werden eigentlich heute in Biel gesprochen? Und wer kam noch in die Stadt, um Arbeit zu finden? Ein Workshop, um die Geschichte einer offiziell zweisprachigen Stadt kennenzulernen – und gleichzeitig das eigene Verhältnis zu Sprachen zu hinterfragen.
Treffpunkt: Ring 10, Bieler Altstadt
Für Sekundarstufe I & II geeignet
Bevor sie Ausstellungen zeigten, beherbergten einige Gebäude des NMB Neues Museum Biel zwischen 1747 und 1842 eine Indienne-Manufaktur. Dort wurden farbenprächtige Stoffe bedruckt, die damals sehr gefragt waren. Die Baumwolle wurde aus Amerika oder Indien importiert, die Farbstoffe kamen aus aller Welt. In der neuen Ausstellung Biel und die Welt verfolgen wir den Weg der Indiennes, dieses ersten globalisierten Produkts, und untersuchen seine Verbindungen zum Kolonialismus, zur Sklaverei und zum atlantischen Dreieckshandel zwischen Europa, Afrika und Amerika. Zurück im 21. Jahrhundert gehen wir der Frage nach, woher unsere Kleidung heute stammt.